Gesundheitstourismus
Beim Gesundheitstourismus spricht man von einer ärztlichen Behandlung oder Operation, die in einem anderen Land stattfindet. Die Dauer des Aufenthaltes ist vergleichbar mit einem Urlaub, den man dort verbringen würde. Der wichtigste Grund solch eine Entscheidung zu treffen, ist die enorme Kostenersparnis im Gegensatz zu einer Behandlung auf nationaler Ebene. Vor allem Leute aus Europa und USA nehmen diesen Service in Anspruch wenn sie zum Beispiel über keine Krankenversicherung verfügen. Beliebte Ziele des Gesundheitstourismus sind asiatische Länder wie Indien, Malaysia oder Thailand. Schon 2007 reisten in etwa 750.000 US-Bürger ins Ausland um sich behandeln zu lassen. Experten vermuten, dass es 2010 schon der achtfache Wert sein könnte. Allerdings ist auch Deutschland ein Ziel solcher Reisen. Besonders beliebt ist das Land für Leute aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Nach offiziellen Angaben besuchen jedes Jahr 2.500 Patienten aus dem genannten Staat, die Bundesrepublik Deutschland als Gesundheitstourist um sich behandeln zu lassen.
Gesundheitstourismus: Im Vergleich zu den Reiseangeboten genauer hinsehen was dort Angeboten wird
Heutzutage gibt es Unternehmen die sich primär auf Gesundheitstourismus spezialisiert haben. Dabei werden Reisen ins Ausland mit beispielsweise einem Badeurlaub kombiniert und zum Verkauf freigegeben. In Katalogen kann man sich seinen Favoriten auswählen. Zielländer locken mit, im Vergleich zu den Industriestaaten, kostengünstigen Angeboten. Vor allem der damit eventuell verbundene Urlaub macht diese Aktionen sehr beliebt. Dennoch sollte man sich den Gefahren bewusst sein, die sich damit verbinden. So ist der Standard einer Behandlung im Gegensatz zu Deutschland sehr niedrig und oft hat sich eine Klinik auf nur wenige Eingriffe spezialisiert, wovon schließlich sehr viele durchgeführt werden.
Gesundheitstourismus: Das Thema Umweltschutz müsste in Zukunft noch mehr bewegt werden
Die mit der rapiden wirtschaftlichen Entwicklung der Schwellenländer verbundenen ökologischen Probleme, findet man auch im Bereich des Gesundheitstourismus wieder. Die Entsorgung in den fernen Ländern ist oftmals so ungenügend, dass es zu erhöhter Umweltverschmutzung kommt, die von den Auslösern als harmlos eingestuft werden, es aber oft nicht sind. So kommt es nicht selten vor, dass gesundheitsgefährdende Stoffe in die Umwelt gelangen und es dadurch zu ausbreitenden Krankheiten kommt. Es gibt auch Krankenhäuser, die ihren Abfall in speziell dafür angerichteten Anlagen verbrennen, was zuerst zwar gut klingt, allerdings auch negative Aspekte vorweist. So werden durch die Verbrennung entstehende Gase in die Luft geblasen, wodurch auch hochgiftige und für die Umwelt schädliche Stoffe nach außen gelangen. Auch der Handel von Organen ist trotz eines Gesetzes von 1994, welches den Organhandel strengstens untersagt, ein Thema. Denn durch Korruption und mangelhafte Kontrolle gelangen weiterhin solch eine Ware in den Verkauf. Bei einer notwendigen Nachuntersuchung ist es ungewiss, ob es einen Arzt gibt, der eventuelle Komplikationen übernimmt.